reflections

Abi 2010 - mein Rückblick Teil 2

Der Wahnsinn geht weiter: Am Anfang war ich noch sooo motiviert!

Hach, wie ist das schön! Der erste Schritt in Richtung Schulkrams loswerden ist getan. Nun kleben überall Preisschildchen: auf den Zirkeln, Linealen, Lernhilfen, CD-Roms und sogar auf meinem Lebensretter, dem graphikfähigen Taschenrechner. Jetzt muss das Ganze nur noch verhökert werden und dann bin ich REICH! Okay, doch nicht, ein Teil des Erlöses geht an den Förderverein...

Wo waren wir eigentlich? Ah ja, ich wollte mir also für das Abi alles zusammenschreiben.

Als Ziel hatte ich mir gesetzt, bis Karneval fertig zu werden, um dann über die freien Tage schon mal mit ein paar Übungsklausuren anzufangen.

Eigentlich war der Plan auch gut. Ich begann mit Englisch. Zunächst nahm ich mir die theoretischen Sachen vor: Wie schreibt man eine Zusammenfassung, was muss alles in ein Essay rein, Stylistic Devices, etc. Das klappte auch hervorragend. Ich schaffte es, mich geschlagene drei Tage hintereinander mich mit meinem Schatz, meinem neuen Starbucks-Thermobecher voll mit überzuckerter Chai-Latte, in mein Zimmer zu verkriechen und stur abzuschreiben.

Das ging gut, bis ich irgendwann keine Lust mehr auf Stylistic Devices hatte und beschloss, mit Mathe anzufangen. Also schrieb ich runter: Wie geht man bei einer Funktionsuntersuchung vor, Potenzregeln, Logarithmusregeln ... und dann hatte ich auch darauf keine Lust mehr. Spanisch musste her! Ich glaube, ich habe für Spanisch überhaupt nichts aufgeschrieben, aber für Philo weiß ich ganz genau, dass ich mir die vier Fragen nach Kant aufgeschrieben habe (Pause für Applaus).

Karneval kam ohne, dass mein Ordner nennenswert dicker war als vorher. Aber ich ließ mich nicht beirren. Ich legte einen sagenhaften Übungsklausuren-Marathon hin, während viele meiner Stufengenossen sich in Kölle amüsierten. Natürlich blieben da kleine Pannen nicht aus. Einen Großteil der Übungsklausuren lud ich mir auf der Homepage des Bildungsministeriums herunter und druckte sie aus. Das machte aber mein Uralt-Drucker nicht mehr lange mit. Also stand ich mitten zwischen Romeo and Juliet und México vor einer weiteren Herausforderung, dem heiteren Installieren eines neuen Druckers. Ich machte so ziemlich alles falsch, was man falsch machen konnte, patschte überall hin wo man nicht draufzupatschen hatte. Ich schaffte es sogar, mich zu verletzen (hab versehentlich auf einen Kaktus gepackt, der auf der Fensterbank stand). Glücklicherweise stand mir Maria, die gerade an einem Kunstprojekt arbeitete, beim Anschließen des Raumschiffs mit Rat und Tat zur Seite.

Und so ging auch der Übungsklausur-Marathon zu Ende ...

2.7.10 12:51

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