reflections

Australia 2010 - zweiter Tag des Abenteuerpakets

Hallo, da draussen!

Heute ist mein zweiter Tag in Australien. Nach etwa 22 Stunden Flug sind wir gestern allesamt wohlbehalten auf australischem Grund gelandet.

Sydney ist die geilste Stadt ueberhaupt: Ueberall ist es gruen und die verschiedenen Baustile ergeben ein wunderschoenes Stadtbild. Im botanischen Garten leben sogar Flughunde, Fledermaeuse so gross wie Katzen, am hellichten Tag!! Und es laeuft da noch eine Menge anderes interessantes Getier herum!

Ueber das Hostel kann man geteilter Meinung sein. Fakt ist, dass die Zimmer viel zu klein sind, man nichts einschliessen kann und Maedchen und Jungs nicht getrennt schlafen. Dafuer ist es aber einigermassen sauber.

Ueber das Programm im 7-Tage-Abenteuerpaket kann man bisher nicht meckern. Die Beratung ist gut, der Guide nett und das Programm haelt, was es verspricht. Und die Leute scheinen auch alle ziemlich okay zu sein. Eigentlich alles, was man sich fuer eine Woche wuenschen kann. Ausser natuerlich mehr Platz und etwas Ruhe. Aber das ist ja schon ein Grund, sich auf die Gastfamilie zu freuen.

Falls sich irgendjemand graemt, weil ich hier im tropischen, herrlich warmen Schoenwetterland abhaenge: Wir sind heute bei strahlend schoenem Wetter mit leichter Bekleidung losgelaufen und in der selben Bekleidung in stroemendem Regen wiedergekommen. Tja, auch hier ist nicht alles eitel Sonnenschein.

Ich freue mich schon riesig darauf, noch ein bisschen was von dieser fantastischen Stadt erkunden zu duerfen!

1 Kommentar 27.10.10 10:58, kommentieren

Der Countdown läuft!

Nur noch ein Monat, dann fliege ich nach Australien! Hm, ein Monat hört sich ziemlich lang an, sagen wir: Nur noch vier Wochen!

In vier Wochen werde ich am Flughafen in irgendeiner Schlange stehen und mir vor Angst in die Hose machen. Vielleicht werde ich ja sogar den einen oder anderen von euch vermissen .

Fakt ist jedenfalls, dass ihr von mir hören werdet. Ich weiß nur noch nicht so recht, wie. Soll ich hier meine Abenteuer verewigen oder einen Extra-Blog anlegen? Mal schauen, ich werde mich auf jeden Fall bemühen, euch auf dem Laufenden zu halten.

1 Kommentar 24.9.10 20:14, kommentieren

Abi 2010 - mein Rückblick Teil 3

Party, Pub und die Quittung dafür: Abinacht und Abigag

Der Abigag war zunächst DAS Datum schlechthin, dem wir entgegenfieberten. Die Mottwoche war eine tolle Abwechslung zum Lernen, zumindest für die, die zu dem Zeitpunkt hoffentlich schon angefangen hatten, zu lernen. Im Unterricht lief ja ohnehin nicht mehr viel bis gar nichts. Viele Lehrer hatten die Noten verteilt und sinngemäß oder in einigen Fällen auch wörtlich gesagt: "Verpisst euch!"

Die Abinacht war ziemlich gelungen, muss ich sagen. Selbst ich Tanzmuffel tobte mich auf der Tanzfläche aus, die Ausfälle in Richtung Alkohol hielten sich in Grenzen. Letztendlich war es doch zu vorangeschrittener Zeit das warme Bett, das mich lockte. So verließ ich den Ort des Geschehens, um die verbleibenden drei Stunden noch eine Mütze Schlaf zu kriegen.

Der Tag des Abigags war trüb und ziemlich kühl. Aus Eitelkeit zog ich nur mein Abishirt an und eine leichte Fleecejacke drüber. Ein großer Fehler, wie sich später herausstellen sollte!

Die Wasserschlacht, die sich die Abiturienten für gewöhnlich jedes Jahr vor den Toren der Schule mit der Unter- und Mittelstufe lieferte, blieb aufgrund des Wetters weitesgehend aus. Die Show selber fand auf dem Vorplatz des Haupteingangs statt. Dabei war ein paar Meter neben der Bühne ein Rodeogerät aufgebaut worden, wie man es noch aus dem Tigerentenclub kennt. Die Leute (in erster Linie Lehrer), die bei den Minispielen verloren, durften darauf Platz nehmen und sich unter großem Gelächter wieder abwerfen lassen. Einige schlugen sich ziemlich wacker, andere hingen darauf wie die schlaffen Säcke.

Ich glaube nicht, dass viele mit dem kalten Wetter gerechnet hatten. Immerhin verzog sich eine beachtliche Zahl von Abiturienten, die zuvor auf der Brüstung gestanden oder neben der Bühne gesessen hatten, in die Bibliothek. Hier konnte man bei behaglicher Wärme wenn auch ohne Ton das Geschehen genauso gut verfolgen.

Als der ganze Spuk vorbei war, konnte ich meine Füße nicht mehr spüren, obwohl ich die letzte Dreiviertelstunde in der Bibi gehockt hatte. Außerdem hatte ich Hunger. Wir beschlossen also einstimmig, nach dem Spektakel noch mit vier Mann zu McDonald's zu fahren. Dort fiel mir fast mein Kopf in meinen BigMac, so müde war ich. Der Kaffee, den ich mir dazu bestellt hatte, verhinderte bloß, dass ich auf dem Heimweg nicht vom Fahrrad kippte.

Nach etwa vier Stunden Schlaf am Nachmittag war ich gewappnet für den krönenden Abschluss des Tages: das gemeinsame Beisammensein in unserem neuen Lieblingspub in Köln.

Etwas schlauer als noch am Vormittag, zog ich viele Schichten übereinander an, denn der Fußmarsch vom Hauptbahnhof zum Pub zog sich ziemlich. Dafür war es drinnen kuschelig warm. Zunächst hatte es den Anschein, als blieben wir die einzigen Gäste. Wir setzten uns in ein gemütliches Eckchen und bestellten erst mal Cider und was ordentliches zu Essen. Kaum wurde kredenzt, füllte sich der Schankraum in Windeseile. Wir konnten nur staunen, als der Raum keine Stunde später proppenvoll war. Es gab sogar eine Karaokeshow, zu der einige Spaßvögel mich bewegen wollten, aber für Verrücktheiten dieser Art war ich nicht mehr in Stimmung. Ich hatte in der Abinacht mit meinem unkoordinierten Zucken schon für genug Gelächter gesorgt.

Der Abend ging gebührend zu Ende und am nächsten Morgen war ich gar nicht so groggy, wie ich dachte. Ich konnte mich getrost auf den letzten Schliff der Abivorbereitung stürzen. Was mich jedoch ziemlich unvermittelt traf, war, dass ich am Sonntag mit einer üblen Erkältung erwachte, und das drei Tage vor der ersten Klausur! Aber das ist eine andere Geschichte ... 

21.9.10 11:14, kommentieren

Abi 2010 - mein Rückblick Teil 2

Der Wahnsinn geht weiter: Am Anfang war ich noch sooo motiviert!

Hach, wie ist das schön! Der erste Schritt in Richtung Schulkrams loswerden ist getan. Nun kleben überall Preisschildchen: auf den Zirkeln, Linealen, Lernhilfen, CD-Roms und sogar auf meinem Lebensretter, dem graphikfähigen Taschenrechner. Jetzt muss das Ganze nur noch verhökert werden und dann bin ich REICH! Okay, doch nicht, ein Teil des Erlöses geht an den Förderverein...

Wo waren wir eigentlich? Ah ja, ich wollte mir also für das Abi alles zusammenschreiben.

Als Ziel hatte ich mir gesetzt, bis Karneval fertig zu werden, um dann über die freien Tage schon mal mit ein paar Übungsklausuren anzufangen.

Eigentlich war der Plan auch gut. Ich begann mit Englisch. Zunächst nahm ich mir die theoretischen Sachen vor: Wie schreibt man eine Zusammenfassung, was muss alles in ein Essay rein, Stylistic Devices, etc. Das klappte auch hervorragend. Ich schaffte es, mich geschlagene drei Tage hintereinander mich mit meinem Schatz, meinem neuen Starbucks-Thermobecher voll mit überzuckerter Chai-Latte, in mein Zimmer zu verkriechen und stur abzuschreiben.

Das ging gut, bis ich irgendwann keine Lust mehr auf Stylistic Devices hatte und beschloss, mit Mathe anzufangen. Also schrieb ich runter: Wie geht man bei einer Funktionsuntersuchung vor, Potenzregeln, Logarithmusregeln ... und dann hatte ich auch darauf keine Lust mehr. Spanisch musste her! Ich glaube, ich habe für Spanisch überhaupt nichts aufgeschrieben, aber für Philo weiß ich ganz genau, dass ich mir die vier Fragen nach Kant aufgeschrieben habe (Pause für Applaus).

Karneval kam ohne, dass mein Ordner nennenswert dicker war als vorher. Aber ich ließ mich nicht beirren. Ich legte einen sagenhaften Übungsklausuren-Marathon hin, während viele meiner Stufengenossen sich in Kölle amüsierten. Natürlich blieben da kleine Pannen nicht aus. Einen Großteil der Übungsklausuren lud ich mir auf der Homepage des Bildungsministeriums herunter und druckte sie aus. Das machte aber mein Uralt-Drucker nicht mehr lange mit. Also stand ich mitten zwischen Romeo and Juliet und México vor einer weiteren Herausforderung, dem heiteren Installieren eines neuen Druckers. Ich machte so ziemlich alles falsch, was man falsch machen konnte, patschte überall hin wo man nicht draufzupatschen hatte. Ich schaffte es sogar, mich zu verletzen (hab versehentlich auf einen Kaktus gepackt, der auf der Fensterbank stand). Glücklicherweise stand mir Maria, die gerade an einem Kunstprojekt arbeitete, beim Anschließen des Raumschiffs mit Rat und Tat zur Seite.

Und so ging auch der Übungsklausur-Marathon zu Ende ...

1 Kommentar 2.7.10 12:51, kommentieren

Unionspolitiker fordern Intelligenztests für Einwanderer

"Wir müssen bei der Zuwanderung Kriterien festlegen, die unserm Staat wirklich nützen. Maßstab muss außer einer guten Berufsausbildung und fachlichen Qualifikation auch die Intelligenz sein. Ich bin für Intelligenztests bei Einwanderern." (Peter Trapp, CDU; Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,703196,00.html)

Okay, ich habe mir eigentlich vorgenommen, in meinem Blog nicht politisch zu werden, aber dieses Thema lässt mich seit heute morgen, als ich das im Radio gehört habe, nicht mehr los.

Hm, auf den ersten Blick erscheint die Forderung plausibel: Einwanderer sollten eine gute Bildung haben, die deutsche Sprache beherrschen und intelligent sein. Sicher, Leute, die hier leben wollen, müssen schließlich auch etwas leisten. 

Aber stellt sich da nicht zunächst die Frage, wie es mit uns aussieht? Kann die Mehrheit der Deutschen überhaupt richtig deutsch? Und wie sieht es mit unserer Allgemeinbildung aus? Ich würde mal behaupten, dass ein Großteil der deutschen Bürger, die sich spaßeshalber mal so einem Einbürgerungstest unterziehen, diesen nicht bestehen würden und ich wage zu bezweifeln, dass es um unsere Intelligenz nicht besser bestellt ist. Wer posaunt denn die ganze Zeit herum, dass unsere Jugend immer dümmer wird?! Und überhaupt, was passiert denn mit den Leuten, die die Intelligenztests nicht bestehen? Die dürfen dann wahrscheinlich nicht ins Land. Müsste man dann nicht fairerweise sagen, dass alle dummen Deutschen des Landes verwiesen werden sollten?

Intelligenz ist im Gegensatz zum Beherrschen einer Sprache und Wissen, das man sich angeeignet hat, kaum von einem selbst zu beeinflussen. Klar kann man seine kleinen grauen Zellen mit Dr. Kawashima und co in Form halten, aber mit der Intelligenz verhält es sich wie mit Talenten: Entweder man hat oder man hat nicht. Man kann Mathe oder Klavier spielen oder man kann es nicht (ne, An-Nam?). Dann sollte man doch eigentlich auch gleich alle Menschen unter 1,60m rauswerfen (ich frage mich, wo ich dann hinziehe) oder alle Sehbehinderten des Landes verweisen!

Mal ehrlich, ich hoffe einfach mal, dass dieser Vorschlag abgelehnt wird, denn wenn man das mal etwas übertrieben weiterspinnt, dann sind wir nicht weit von 1945. Okay, das ist jetzt was krass ausgedrückt, aber zumindest sollte man mal darüber nachdenken, ob wir nicht erst einmal alle selber Deutsch lernen und unsere Bildung auf Trab bringen, bevor wir anderen unfaire Bedingungen auferlegen...

2 Kommentare 28.6.10 12:06, kommentieren

Abi 2010 - mein Rückblick Teil 1

Wie alles begann: Panik und Blättersalat

So, nach all der Aufregung habe ich das Bedürfnis, nochmal rückblickend zu schreiben, was so in den letzten Wochen und Monaten passiert ist. Dass ich das erst jetzt, zwei Tage nach meinem Abiball mache, hat zwei Gründe: Erstens hatte ich während der heißen Phase keine Zeit, Tagebuch zu führen, zweitens ist man hinterher ohnehin schlauer.

Der Abistress begann eigentlich damit, dass wir an Silvester mit ein paar Leutchen gemütlich zusammensaßen und Raclette machten. Klingt paradox, aber nach einer Weile kamen wir auch auf die bevorstehende Abivorbereitung zu sprechen. Zu meinem Schrecken berichteten einige doch tatsächlich, dass sie schon zu Beginn der Weihnachtsferien angefangen hatten, sich die ganzen Fakten, die sie als relevant betrachteten, zusammenzuschreiben.

Ich zuckte innerlich zusammen. Alles, was ich bisher getan hatte, war es, gelegentlich über mein Abitur nachzudenken. Vor allem darüber, ob es eine kluge Idee ist, Mathe statt Bio ins Abi zu nehmen. Immerhin hatte ich in Mathe von 1-6 alle Noten irgendwann schon einmal gehabt und war meistens im Durchschnitt auf eine wackelige 4 gekommen. Zwar war ich dann irgendwann auch dank hervorragender Nachhilfe auf eine ganz ordentliche 3 gekommen, aber Mathe war grundsätzlich gemein zu mir. Als ich damit anfing, Nachhilfe zu nehmen, sagte mir meine Lehrerin, dass sie mir durchaus eine zwei zutraut. Ich musste innerlich breit grinsen und dachte: "Arme Irre!" Immerhin, es heißt ja, dass es nur zwei Sorten Menschen gibt: Diejenigen, die Mathe können, und diejenigen, die es halt eben nicht können. Und ich zähle eindeutig zur zweiten Sorte. Aber ich hatte mich ja schon entschieden und zurück konnte ich in dieser Hinsicht nicht mehr.

Die Reaktion war also die, dass ich mir ein paar Tage später einen hübschen neuen Ordner kaufte, in den das Wichtigste fürs Abi reinpassen sollte. Überdies besorgte ich mir ein paar weniger hübsche Ordner, in denen ich alle in der 12 und 13 gesammelten Blätter unterbringen wollte. Was das für eine Arbeit war, wurde mir erst zu dem Zeitpunkt bewusst, als ich meinen Fußboden nicht mehr sehen konnte, vor lauter wild durcheinander gewirbelter Blätter, die wirklich überall verteilt lagen. "Ordnung ist das halbe Leben", hatte meine Mutter immer gepredigt. Natürlich hatte ich nie darauf gehört, bis ich stutzig wurde, als jemand aus dem Jahrgang vor uns das mal sagte. "Ohne Ordnung und Organisation kannst du das vergessen!"

Also machte ich mich erst mal daran, die Blätter nach Fächern zu sortieren. Die Grundkurse waren schnell zusammen, bei den Leistungskursen hatte ich so mein Kratzen. Noch heute glaube ich fest daran, dass mein Englischlehrer für mindestens hundert Hektar abgeholzten Regenwald verantwortlich ist. Pro Halbjahr. Ich hatte oft den Eindruck, dass Kopieren ihm Freude bereitet, weil er manche Sachen doppelt und dreifach kopiert. Aber im Nachhinein glaube ich, er ist einfach nur vergesslich. Spanisch, mein erster LK (eine Wahl, die ich bis heute nicht verstehe), passte problemlos in den dafür vorgesehenen Ordner, die Kopien aus dem Englischunterricht (zweiter LK) allerdings sprengten das Schließsystem des Ordners. Die beiden GKs, die ins Abi mitsollten (Mathe schriftlich und Philo mündlich, auch eine komische Auswahl), passten zusammen in einen Ordner, ein weiterer Ordner für die restlichen GKs erledigte den Rest. Die ganze Sortiererei dauerte geschätzte zwei Tage, in denen ich nicht bloß einmal auf dem Papier ausgerutscht (jawohl, ausgerutscht!) und auf Heftklammern getreten bin.

Vor Kurzem haben einige meiner lieben Freunde im Garten ein großes Feuerchen gemacht und ihre ganzen Abi- und Schulsachen verbrannt. Auch eine Lösung, aber ich habe mir doch die ganze Arbeit nicht für Brennmaterial gemacht. Ich werde meine gesammelten "Schätze" an die nächste Generation weitergeben. Vielleicht sollte ich ja Geld nehmen - eine recht gute Einnahmequelle!

3 Kommentare 27.6.10 13:35, kommentieren

Sonne! Sonne!

Endlich! Nach diesem ekelhaften Mai haben wir uns ein bisschen Sonne verdient. Das Pfingstwochenende war ja schon ein ziemlich toller Vorgeschmack des Sommers. Ich glaube, als ich, wie eine abartige Kreuzung aus Brillenbär und Radieschen aussehend, aus Südengland zurückkam, habe ich hier niemanden gesehen, der nicht von einem fetten Sonnenbrand gepeinigt war.

Jetzt schreit das Wetter nach Besorgungen an der Bademodenfront und dem Ruf des Freibads muss selbstverständlich Folge geleistet werden. Außerdem geht es mit großen Schritten Richtung Abiball und dem anschließenden Sommerurlaub. Sommer, wir kommen!!!!

3.6.10 10:20, kommentieren



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